Mecka Tierfreunde
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Hunde

Tier des Monats

Niklas (5/21)

Unser Weg kreuzte sich im städtischen Tierheim von Rovinari mit einer Hundefamilie, die einfach zu sympathisch war, um sie in den ausgesprochen schwierigen Zuständen dort zurückzulassen. Wir wollten ihnen die Chance auf eine glückliche Zukunft ermöglichen. Wir freuen uns, dass alle fünf Welpen überlebt haben und zu richtigen Wonneproppen herangewachsen sind.

Niklas ist inzwischen beinahe ein Jahr alt und scheint eine gehörige Portion Herdenschutzhund in sich zu tragen, was bei ihm leider mit einem Hasenherz kombiniert ist. Diese Kombination führt dazu, dass er ein überschießendes „schützendes“ Verhalten an den Tag legt, wenn sich Mensch oder Hund seinem Zuhause nähern oder es gar betreten. Deshalb suchen wir für ihn die Nadel im Heuhaufen:

 

Eine Einzelperson oder ein Paar, das ländlich lebt und möglichst über einen großen, umzäunten Garten verfügt. Als Begleiter im Homeoffice, ist er superentspannt und liebt kleine Kuschel- oder Trainingseinheiten sehr. Er macht einem dabei nicht die Hölle heiß, damit man endlich mit ihm rausgeht, sondern genießt es, bei einem zu sein. Besuch findet er im Allgemeinen richtig doof und hat damit auch so großen Stress, dass das Lernen sinnvoller Verhaltensweisen in diesem Zusammenhang definitiv erschwert ist. Auf seiner momentanen Pflegestelle kommt erschwerend hinzu, dass die Räumlichkeiten zu wenig Platz bieten, damit Niklas Besuch aus sicherem Abstand beobachten und dabei lernen kann, entspannt zu bleiben. Deshalb ist viel Platz und ein sicherer Liegeplatz, von dem er alles beobachten kann äußerst hilfreich, um daran zu arbeiten. Außerdem bevorzugt Niklas einfach viel Ruhe und wenig Aktion. Lernt er hingegen auf (mehreren) Spaziergängen mit anfänglich großem Abstand Menschen oder Hunde kennen, fasst er deutlich schneller Vertrauen und heißt diese auch bei sich Zuhause willkommen.

 

Seine Liegeplätze und sein Futter teilt er allerdings auch dann nicht. Grundsätzlich kommt er mit großen, souveränen Rüden schnell und gut zurecht. Kleinere Hunde sollten nicht im Haus leben. Er liebt Spaziergänge fernab von Hundewiesen und Straßenverkehr. Er möchte dabei in Ruhe schnüffeln und seine Umwelt wahrnehmen. Gerne klettert er dabei mit seinem Menschen über Baumstümpfe oder sucht mal das ein oder andere Leckerchen. Zufällige Begegnungen mit Menschen oder Hunden müssen gut begleitet werden, wobei er das inzwischen recht gut meistert. Joggen oder Radfahren ist eher nichts für ihn. Bestimmt würde er sich auch über die ein oder andere Bergtour freuen, wobei für Niklas weniger oft mehr ist. Autofahren stresst ihn sehr, was sich jedoch mit Sicherheit allmählich verbessern lässt, wenn man mit Ruhe und Geduld dranbleibt. Im Augenblick kommt er leider zu wenig dazu, und fährt noch am besten im Fußraum des Beifahrers mit. Dafür ist er tiefenentspannt, wenn er mal für ein paar Stunden alleine zuhause bleibt. Er ist wirklich ein absoluter Hund zum Liebhaben mit einigen Eigenheiten, die jedoch unter günstigen Voraussetzungen kaum auffallen.

 

In seinem Fall ist Erfahrung mit unsicheren Hunden Voraussetzung und eine gute Begleitung durch eine/n Trainer/in empfehlenswert. Gerne hilft auch seine jetzige Trainerin und Tierärztin weiter.

Kali (geb. 9/19)

Kali stammt aus einem kleinen Tierheim in Rumänien und fiel uns auf, weil sie sich jedesmal so überschwänglich gefreut hat, wenn jemand in ihren Zwinger kam und sich mit ihr beschäftigt hat. Wir wollte ihre eine Chance geben, ihre eigene Familie zu finden, daher durfte sie auf eine Pflegestelle nach Deutschland ausreisen.


Hier zeigt sich Kali als absolutes „Modell–pflegeleicht“ Im Haus ist sie kaum zu bemerken, freut sich mega, wenn man sich mit ihr beschäftigt und schmusen steht ganz oben auf ihrer Highlight Liste. Sie ist super lieb und freundlich, sowohl bei Erwachsenen, wie auch mit Kindern. Auch anderen Hunden begegnet sie freundlich zurückhaltend. Sie ist vom ersten Tag an stubenrein. Kali hat in der kurzen Zeit hier schon einiges gelernt.

 

Sie läuft halbwegs vernünftig an der Leine, kann schon eine zeitlang alleine bleiben und fährt auch gut im Auto mit. Gerne würde sie aber noch einiges mehr lernen und die Welt entdecken. Kali geht sehr gerne mit spazieren, was ihr aktuell hilft ihren Kummerspeck von Rumänien abzutrainieren und ihre Kondition zu verbessern. Durch regelmäßiger Bewegung ist dies aber ein Klacks für die kleine Maus.

 
Kali ist eine fröhliche, kleine Hündin mit der man einfach viel Spaß haben wird.

Henry (geb. 5/20)

Henry musste lange warten, zu lange. Es war keine gute Zeit, die er im Tierheim von Reghin verbrachte. Dementsprechend heruntergekommen kam er auf unserer Pflegestelle an.

 

Henry merkte sehr schnell, dass von jetzt an alles besser wird. Er ist ein sehr menschenbezogener Hund, der schnell Vertrauen fasst. Er möchte lernen, gefallen und körperlich ausgelastet werden.

 

Für Henry suchen wir aktive Menschen, die gerne viel mit ihrem Hund unternehmen. Mit anderen Hunden kommt Henry gut klar und auf seiner Pflegestelle lebt er mit einer Katze zusammen.

Asali (geb. 5/21)

Ihr Leben begann eigentlich mit dem Tod. Kaum geboren erkrankte sie an Parvovirose, einer Darmerkrankung, die sehr schnell tödlich enden kann. Asali wurde dem Vorsitzenden des Fördervereins Arche Noah Kreta e.V. überreicht wie ein nasses Handtuch. Körperspannung? Null. Flüssigkeit im Körper? Null. Lebenswille? Null.


Ihre Lebensumstände hätten nicht schlechter sein können. Ein alter Grieche, selber am Existenzminimum kratzend, besaß acht total verängstigte Hunde, die in seinem Grundstück eingefangen werden mussten. Das gelang unter großer Anstrengung und als alle Tiere in Boxen saßen, zog er unter irgendeiner Treppe noch zwei Welpen hervor. Dem Tierarzt war sofort klar, dass ihr Zustand absolut ernst war und nicht nur das. An Parvovirose erkrankte Tiere können während einer Kastrationsaktion sehr schnell zu einer tödlichen Gefahr auch für die anderen Hunde werden, denn die Viren sind hochansteckend.

 

Also wurde eine Quarantäne eingerichtet und Asali isoliert. Sie bekam das volle medizinische Programm, war aber kaum noch ansprechbar. Das Licht sah sie garantiert zwei Tage lang. Sie stöhnte trotz Schmerzmittel, litt an Bauchschmerzen und die Tierärzte überlegten nicht nur einmal, ob sie der Qual ein Ende bereiten sollten. Aber mal wieder waren sie zu schwach, beziehungsweise Asali zu stark.


Nach drei Tagen kam sie von der Regenbogenbrücke zurück. Niemand vom Tierärztepool hatte damit gerechnet. Die kommenden Tage wurden besser, die Schmerzen verließen sie. Asali erholte sich. Langsam aber beständig.
Auf unserer Pflegestelle hier bei Nürnberg wurde in dieser Zeit ein Platz frei und der Hilferuf signalisierte, dass Asali selbstverständlich, gleichfalls wie ihr, die Krankheit auch überlebter Bruder, nicht wieder zu dem Besitzer zurückgebracht werden würden.


Inzwischen bestätigte sich die Sorge, dass Asali schwer hören kann, wenn sie nicht sogar vollständig taub ist.
Aber eine Pflegestelle mit Herz wäre eben keine Pflegestelle, wenn sie das stören würde. Auch Asalis Zurückhaltung war kein Problem und so landete der wochenlange Intensivpatient in München, wo mein Mann und ich sie abholten.


Asali blüht nun von Tag zu Tag immer mehr auf. Auch das Vertrauen zu Menschen, das der alte Mann in Griechenland gründlich zerstört hatte, kommt zurück. Artgenossen sind sowieso kein Problem und wenn vierbeiniger Besuch kommt, rasen Wirbelwinde durch Haus und Garten.
Sicherlich ist Asali noch nicht da, wo sie sein könnte, wenn ihr Leben normal verlaufen wäre. Aber wer die Geduld, die wir seit unserer Begegnung in München walten ließen, aufbringt, wird von der entzückenden Hundedame sicherlich nicht enttäuscht werden.


Ein Haus mit Garten und ein liebevoller Umgang wird Asali die Sicherheit geben, die sie braucht.
Melden Sie sich, wenn Sie unserer kleinen Maus ein neues Zuhause bieten möchten, denn auf Kreta wartet bereits der nächste Patient, den die Tierärzte zurück ins Leben holen konnten.

Mato (geb. 1/15)

Unsere Tierärztin Melanie sah ihn zum ersten Mal. In einem Tierheim in Veria. Immer wenn er sie sah, sprang er am Gitter hoch und schmiegte sich an sie. Es zerriss ihr das Herz, als sie ihm das letzte Mal vor ihrem Abflug über den großen Schädel streichelte. Seitdem ging er ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ein paar Wochen später war Adventszeit und Oliver machte sich auf nach Nordgriechenland, um den Tieren dort die Zwinger ein bisschen schöner zu machen und vor allem vor Kälte und Regen einen Schutz zu bauen.

 

"Bringst Du Hunde mit zurück?“ war eine völlig überflüssige Frage und so kam Mato am 24.12. pünktlich zum heiligen Abend bei Melanie an. Die Freude war riesig. Allerdings mehr auf Melanies Seite, denn Mato musste sich in ihrer Badewanne erst einmal den Gestank aus seinem Fell waschen lassen. Gutmütig ließ er alles über sich ergehen und als er fast neu war, kam ich ins Spiel.


Melanie kennt meine Schwäche für große Hunde. Yari, die wunderschöne blinde Schäferhündin aus Kreta lebte drei Jahre bei mir, bis ich sie traurigerweise gehen lassen musste. Auch aus Rumänien finden immer wieder Kandidaten bei mir Unterschlupf, die aufgrund ihrer Charakterzüge oder ihrer Größe wegen nicht so ganz schnell und leicht zu vermitteln sind. Ich bin also eine Pflegestelle, manchmal auch eine Pflegestellenversagerin.

 

Mato lebte seit seiner Dusche am 24.12.2021 also bei mir und ich nehme mir heraus, ihn gut beschreiben zu können:
Er ist ein großartiger Hund, selbstbewusst und gern auch mal der Kapitän auf meiner kleinen Arche. Gegen mich würde er sich nie auflehnen, schafft es eher mit seinem Charme und seinen 30 kg mich um den Finger zu wickeln. Trotzdem würde ich mich wohl fühlen, wenn ihn jemand adoptiert, der Hundeerfahrung hat, denn manches Mal hat Mato auch seinen eigenen Kopf und ist mit seiner tollen Präsenz tatsachlich auch eine imposante Erscheinung.

 

Er ist zudem ein cleveres Bürschchen und hat nicht lange gebraucht, um die Regeln in unserem Alltag zu verstehen. Der Alltag bin ich, meine eigenen Hunde und meine Arbeit im Büro (über meine Druckerei läuft übrigens die Herstellung der Arche Noah Reporte).


Druckerei… genau sein Ding. Überall Papier und Pappe. Kann man herrlich rumschleppen und zerkauen. Papierkörbe stehen als zweites auf seinem Spielplan. Aber wer kann einem Straßenräuber das übel nehmen, waren diese Kisten doch eine Überlebensgarantie?

Auf unseren Spaziergängen ist er durchaus aktiv und interessiert an allem, was neu ist. Trotzdem offen und super relaxt. Und an der Leine ein Traum. Wenn wir da noch ein bisschen üben, wird er in dieser Disziplin ein Meister werden.

Bei mir zuhause ist er ruhig und kann auch alleine bleiben. Angst vor Einbrechern muss sein neuer Besitzer auch nicht mehr haben, denn er liebt es, das Grundstück zu bewachen. Er muss gar nicht viel machen, seine Erscheinung reicht!


Menschen sind generell seine Freunde. Toll für einen Hund, der vielleicht nicht immer die besten Erfahrungen mir Zweibeinern gemacht hat. Aber Mato ist echt Zucker, auch zu Kindern, aber die sollten schon standfest sein. Ich sag nur: „30 kg…“ Gern springt er auch schon mal an mir hoch, was ich ihm versuche abzugewöhnen, denn… 30 kg…nicht umsonst bedeutet sein Name auch liebevoll „der Bär“.


Bei der Fütterung ist es besser, ihn alleine zu lassen. Er würde mir nie etwas tun, aber wenn er was hat, möchte er es auch behalten. Ich sagte ja: „das Leben auf der Straße…“ Ich nehme ihm das auf jeden Fall nicht übel. Nur mit meinen anderen Hunden muss ich in diesen Momenten vorsichtig umgehen, denn wenn einer ihm zu nah kommt, spüren sie, wer der Boss sein möchte. Und da meine auch nicht unbedingt sofort das Ruder aus der Hand geben…

Jagdlich ist er interessiert - man muss einfach ein bisschen aufpassen und mit ihm arbeiten.


Dafür fährt er komplikationslos Auto (als Beifahrer!) und macht in meinem Büro gern ein Mittagsschläfchen.
Bei der Abklärung der Reisekrankheiten wurde er auf Herzwurm positiv getestet. Wir haben bereits mit der Behandlung begonnen. Bei der weiteren Behandlung stehen wir Ihnen zur Seite.

 

Wenn Sie also meinen, Mato könnte zu Ihnen passen, melden Sie sich gerne bei mir und wir reden am Telefon weit ausführlicher über diesen großartigen Hund, als ich ihn hier beschreiben kann. Und sollte das recht bald sein, verspreche ich Melanie, die in wenigen Tagen erneut nach Veria fliegt, den nächsten aufzunehmen.

Eure Evi

Mukti

Muktis Geschichte lässt einen schlucken, sie ist sehr dramatisch und dennoch leider kein Einzelfall. Im Grund spiegelt sie einfach nur die Situation in ganz Rumänien wieder. Hunde werden tagtäglich ausgesetzt. Viele werden früher oder später Opfer von Verkehrsunfällen. Besonders wenn Hündinnen läufig werden und von vielen Rüden gleichzeitig verfolgt werden, kommt es zu chaotischen Situationen auf der Straße und vielen Unfällen. Die Straße ist gesäumt von toten Hunden.

Auch Mukti wurde ausgesetzt, sie wurde läufig, von Rüden verfolgt und schließlich angefahren. Als wir sie fanden war sie extrem abgemagert und schleppte sich auf ihren Vorderbeinen ängstlich durch den Dreck. Ihre Augen sprachen von Panik, Schmerz und Hunger. Offensichtlich war ihre Wirbelsäule gebrochen. Doch die Kleine wollte leben und war bereit zu kämpfen.

Es sind nun ein paar Monate vergangen und für Mukti hat sich alles geändert. Sie hat eine Pflegestelle in 81375 München gefunden, in der man alles für sie tut. Schnell hat sich gezeigt, was für eine liebe, freundliche und listige Persönlichkeit sie hat. Sie ist sehr motiviert zu trainieren und macht bei der Physiotherapie toll mit. Mit ihrem neuen Rolli, genießt sie die wieder gewonnene Mobilität. 

Wir suchen ein schönes Zuhause für dieses kleine, lebensfrohe Persönchen, das so viel Schlimmes hinter sich gelassen hat und ummer positiv nach vorn geschaut hat. Ein Hund im Rolli, ist ein Hund wie jeder andere und kann ein ebenso glückliches Leben führen. Lediglich brauchen sie mehr Hilfe und Pflege von uns Menschen. Wir hoffen sehr, Menschen zu finden, die bereit sind unserer kleinen Mukti eine schöne Zukunft zu ermöglichen.

Mukti ist ca Juni 2018 geboren, ist 30 cm und wiegt 7 kg. Sie ist gechipt, geimpft und kastriert.

Vermittelt wird Mukti über den Förderverein Arche Noah Kreta e.V.  www.tieraerztepool.de 

Wer schenkt Mukti ein tolles Leben bei sich? Ihr Ansprechpartner ist Maria Reisböck unter 0176 24699676 oder ma.reisboeck@gmx.de  

Tier des Monats

Niklas (geb. 5/21)

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